Das Maurerhandwerk zählt zu den ältesten handwerklichen Berufen in Deutschland. Bereits im ländlichen frühen Mittelalter existierte der Beruf des Maurers. Bereits damals mussten viele Häuser und Ställe errichtet werden, wo die Bauern leben bzw. ihr Vieh unterstellen konnten. Das errichten einer Mauer übernimmt der Maurer, daher auch der Name der Berufsgruppe. Auch heute übernimmt ein Maurer das Errichten einer Mauer, aber auch weitere Arbeiten wie das Betongießen und Verputzen gehören zu seinen Aufgabengebieten. Mauern oder Wände zählen zu dem Rohbau, deshalb ist ein Maurerbetrieb das Haupthandwerk des Rohbaus.
Aufgrund der Zugehörigkeit zu den Bauhandwerken und den relativ schweren körperlichen Anstrengungen zählt Maurer eigentlich zu den typischen Berufen die Männer erlernen. Jedoch machen nicht nur ausschließlich Männer die Ausbildung zum Maurer, ein Frauen, wenn auch ein geringer Anteil, wollen diesen Beruf erlernen. Der Anteil liegt jedoch unter 0,5 % und ist damit fast verschwindend gering. Der Beruf des Maurers ist natürlich stark abhängig von der Saison oder Wetterlage. Bei strengstem Frost kann man als Maurer nicht viel ausrichten. Dies heißt zwar Freizeit, aber auch kein Geld. Ist jedoch ein milder Winter zu erwarten, dann findet ein Maurer auch in den Wintermonaten genug Arbeit. Aber auch von der jeweiligen Konjunktur macht sich ein Maurer stark abhängig. Nur wenn genug Aufträge da sind, ist auch genug Arbeit da. Die Arbeit ist extrem facettenreich, ob Sanierungsarbeiten an einem Dachstuhl eines Einfamilienhauses oder Mitarbeit an großen Baustellen, ein Maurer wird in vielen Bereichen eingesetzt.
Dennoch ist das Maurerhandwerk nach wie vor ein beliebter Beruf. Das liegt vor allem an den schulischen Abschlussvoraussetzungen, denn bereits als Hauptschüler kann man eine Ausbildung zum Maurer machen. Die meisten männlichen Bewerber bringen die körperlichen Voraussetzungen mit, die man für diesen Beruf benötigt. Dazu gehört natürlich eine gute körperliche Konstitution und auch schwindelfrei sollte man sein. Außerdem sollte man nicht wehleidig sein, was das Wetter betrifft. Ein Maurer arbeitet stets unter freiem Himmel, da kann es regnen und kalt oder 30 Grad im Schatten sein. Auch Selbstbewusstsein kann nicht schaden, der Bau ist bekannt für seinen rauen Umgangston und dieser herrscht in der Regel auch bei Maurern. Die Ausbildung zum Maurer dauert üblicherweise 3 Jahre. Darin werden einem nicht nur die Grundkenntnisse vom Mauern an sich vermittelt, sondern auch Kenntnisse über Beton- oder Estricharbeiten. Auch das Fliesenlegen und diverse Zimmermannsarbeiten werden den Auszubildenden beigebracht.
Auch die Handhabung der typischen Arbeitsmittel wie die Maurerkelle, dem Maurerhammer oder einer Wasserwaage wird in der Praxis erlernt. Die Ausbildung besteht natürlich nicht nur aus einem praktischen Teil, der ausschließlich in den Betrieben stattfindet, sondern auch aus einem theoretischen Teil in der Berufsschule. Hier lernt der angehende Maurer alles über verschiedene Baukonstruktionen, Wärmeschutz, Arbeitsschutz und den verschiedenen Baustoffen. In Deutschland gibt es auch arbeitslose Maurer, die keine neue Anstellung finden. Der überwiegende Teil jedoch arbeitet in einer Anstellung als Maurer und findet auch nach der Ausbildung einen Betrieb zur Festanstellung. Aussterben wird der Beruf des Maurers nie, da immer wieder verschiedene Bauwerke errichtet werden, bei denen ein Maurer tätig sein kann. Wer sich für einen Ausbildungsplatz als Maurer interessiert, der findet im Internet jede Menge Informationen und natürlich auch bei der örtlichen Berufsberatung.
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