Handwerksmeister findet man in jedem handwerklich geführten Betrieb. Zu den Handwerkern gehören unter anderem Fleischer, Bäcker, Elektriker, Metallbauer und viele mehr. Ein Handwerksmeister darf sich auch erst Handwerksmeister nennen, wenn er die dafür vorgesehene Meisterprüfung, die es in jedem Berufszweig gibt, bestanden hat. Hat er diese bestanden, kann er zum Beispiel in dem Betrieb, in dem er seine Prüfung abgehalten hat weiter arbeiten, oder aber auch sich mit seiner eigenen Firma selbstständig machen. Das ist einem jedem selbst überlassen. Er kann in dem Betrieb, in dem er angestellt ist, sich zum Beispiel auf das Ausbilden der Lehrlinge spezialisieren. Geht er allerdings dazu über eine eigene Firma zu eröffnen, kann er Mitarbeiter anstellen und auch Lehrlinge beschäftigen.
Für das Ausbilden von Lehrlingen muss er allerdings noch einen Ausbilderschein besitzen, den er auch noch machen kann. Somit wäre er dann voll berechtigt Ausbildende zu beschäftigen. Die Leistungen, die ein deutscher Handwerksmeister zu bieten hat, sind weltweit sehr hoch angesehen. Das Prädikat “Made in Germany” ist auf der ganzen Welt ein Qualitätsmerkmal. Produkte mit diesem Schriftzug sind von Kunden in aller Welt gern genommen, da jeder weiß, was ein ausgebildeter deutscher Handwerker kann. Um einen Meister in Deutschland machen zu können, muss man als aller erstes in der Schule gute Noten vorweisen können. Um so besser diese sind, um so besser ist die Chance auf eine gute Ausbildung. Hat man dann eine Ausbildung bekommen, muss man Schritt für Schritt befolgen, was der Meister einem lehrt.
Auch ganz wichtig ist die Berufsschule, in der man nochmal alles besprechen kann und auch eine genauere Ausbildungskenntnisse bekommt. Hat man diese Ausbildung komplett absolviert (in der Regel bis zu 3 Jahren), geht man in die Gesellenjahre über. In den Gesellenjahren kann man sich schon mal beweisen, dass man selbstständig arbeiten kann, so wie man es beigebracht bekommen hat. Nach den Gesellenjahren wird man Facharbeiter. Als Facharbeiter kann man dann die Meisterprüfung ablegen. Wird diese erfolgreich gemeistert, kann man sich Handwerksmeister in seinem Berufszweig nennen. Die Vorteile, die man als Handwerksmeister hat, sind die, dass man mehr Geld für seine Arbeit bekommt, sich seine Arbeit im Betrieb rein theoretisch aussuchen kann und sich selbstständig machen kann. Für die meisten ist zwar der Meistertitel eine Option, doch wollen sie mit diesem Zertifikat ins Ausland gehen.
Es gibt gewisse Berufe, die im Ausland besser bezahlt werden als hier zu Lande. Es gibt auch Staaten wie Österreich oder die Schweiz, die deutsche Fachkräfte und vor allem Handwerksmeister mit Kusshand anstellen, da sie von ihren Fähigkeiten wissen. Der Titel des Handwerksmeisters ist einigen aber auch zu stressig, da sehr viel Verantwortung auf ihnen liegt. Sehr viele bleiben lieber bei ihrem Facharbeiterstatus und verdienen so ihr Geld. Ein weiterer Vorteil des Titels Handwerksmeister ist aber auch, dass man so gut wie immer wieder Arbeit bekommt, da immer wieder nach Fachkräften, wenn nicht sogar nach Fachkräften mit Meisterzertifikat und Abschluss eines Führungskräftetrainings gesucht wird. Die Vergütung einer Fachkraft mit Meistertitel ist dementsprechend höher als eine Fachkraft, die ohne Meistertitel in ein Arbeitsverhältnis aufgenommen wird.
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